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maennernews Newsletter 01/2006 Inhalt © maennernet.at
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"Männer haben keine Krisen" und doch lecken sie ihre Wunden am liebsten selbst. Dabei wäre es gar nicht so schwer, die Wunden in Gold zu verwandeln - wie das gehen könnte, erfahren Sie in einem Seminar mit Harald Anderle am ersten Wochenende im Februar in St. Arbogast. Erfahrungsgemäß lässt sich sagen, dass es viele Männer gäbe, denen das Seminar gut tun würde. Vielleicht könnte diese Veranstaltung für einen Freund, einen Bekannten oder Sie selbst ein wertvoller Tipp sein - bitte weitersagen oder (gemeinsam) zum Männerseminar fahren - weitere Details finden Sie in diesem Newsletter oder auf der Homepage des Männerbüros unter http://www.maennerbuero.info Immer wenn "Not am Mann" ist, wird das Bundesheer zu Hilfe gerufen, vor allem bei Unwetterkatastrophen. Dass man auch in anderen Notsituationen das Bundesheer anfordern könnte, scheint auf den ersten Blick eine "geniale Idee" einer Kinderwunschklinik zu sein. Welche moralischen oder rechtlichen Konsequenzen sich daraus ergeben, steht auf einem anderen Blatt. Wissen Sie was "positive Väterlichkeit" ist? Nein? Die Männerabteilung des Bundesministeriums hat eine empfehlenswerte Studie zum Thema "Lebenswelten Vater-Kind" mit dem Titel "positive Väterlichkeit & männliche Identität" veröffentlicht, die zum Download bereit steht. Einen guten Start in eine neues "Männerjahr" mit vielen interessanten Veranstaltungen wie "Männer reden anders - Frauen auch" oder "Mannsein bewusst leben" wünscht Ihnen Das Team von maennernet.at |
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Wunden in Gold verwandeln Auch Männer erleben Krankheit, Trennung oder Verlust und solche Krisen schlagen Wunden in unsere Seele. Sie sind ein Teil des Lebens, und das Leben ist nicht immer gerecht. Die Frage ist, wie wir auch als Männer mit diesen Krisen umgehen. Man kann sie verdrängen, vor ihnen davon rennen, an ihnen verzweifeln - oder auch sie verwandeln. Im Märchen "Eisenhans" taucht der Junge den verletzten, schmerzenden Finger in einen Waldsee - und der Finger wird in Gold verwandelt. Da bricht er auf, um seinen eigenen Weg zu finden und zu innerer Versöhnung zu gelangen. Zu diesem Thema bietet das Männerbüro zusammen mit dem Bildungshaus St. Arbogast ein Seminar mit Harald Anderle, Psychologe und Familientherapeut, an. Er ist überzeugt, "dass wir heilsam mit uns selber umgehen können und schauen, welche Veränderung uns die Krise abverlangt. Wenn wir ihre Botschaft für unser Leben anerkennen, können wir an ihr reifen. Dann zeigt sich, was die Wunde neben all dem Schmerz auch noch ist: ein kostbares Gut, um unsere Verletzlichkeit annehmen zu können und verändert auf unsere Mitmenschen zuzugehen."
Wunden in Gold verwandeln. Heilsamer Umgang mit Krisen Soldaten als Samenspender Eine Kinderwunschklinik aus Thalheim bei Wels bat im Dezember in einem Brief an das Militärkommando um die Mithilfe der Soldaten und Grundwehrdiener. Dabei ging es um ein ganz besonderes Anliegen - nämlich um eine Samenspende. Die Nachfrage im Bereich der künstlichen Befruchtung sei sehr hoch, es gebe derzeit aber zu wenige Samenspender, hieß es in dem Schreiben der Kinderwunschklinik. 70 Euro würde man sich eine Spende kosten lassen. Beim Bundesheer habe man das Angebot weitergeleitet, erzählte Oberst Alexander Barthou dem ORF Oberösterreich. Der Militärkommandant habe genehmigt, dass dieses etwas ungewöhnliche Schreiben in der Freizeitbörse aufgehängt werde. "Als ich den Brief bei der Abteilungsleiterbesprechung vorgelesen habe, gab es allerdings das eine oder andere Schmunzeln und auch die eine oder andere Wortspende zu diesem Aufruf", so Barthou. Einen Befehl, zur Samenspende zu gehen, werde es nicht geben. Ob sich schon jemand zur Samenspende bereit erklärt hat, war bisher nicht zu erfahren. "Wir erfüllen im Jahr im Schnitt 120 Paaren durch künstliche Befruchtung ihren Kinderwunsch", berichtete Christine Rigger, die Assistentin der Geschäftsleitung der Kinderwunschklinik Thalheim. Da der Samen eines Spenders nur für maximal drei Frauen verwendet werden dürfe, brauche man viele verschiedene Spender. Normalerweise rekrutiere man diese durch Aushänge an Universitäten, in Blutspendezentralen und durch Inserate, erläuterte Rigger. Ein zweifelhafter Umgang mit der eigenen Fruchtbarkeit ist das für Markus Hofer vom Männerbüro: "Kinder brauchen Väter und nicht nur Spermien!" Das Ansuchen könnte für das Militärkommando ein wertvoller Anlass sein, in dieser Männergemeinschaft einige Themen zur Sprache zu bringen, über die man(n) sonst nicht so redet. An Alleinstehende sind Samenspenden in Österreich gar nicht erlaubt und bei kinderlosen Paaren hat Hofer große Bedenken: "Die Erfahrung zeigt, dass Beziehungen mit Kindern durch Fremdbesamung meist auf Dauer nicht halten." Für den Leiter des Männerbüros ist das auch nicht verwunderlich, da die Männer in den Kindern ständig das vor sich sähen, wozu sie selber nicht imstande waren und das ist für einen Mann auf Dauer keine Kleinigkeit. Hofer hat aus eigener Erfahrung viel Verständnis für das Problem der Kinderlosigkeit, doch müssten hier auch die Grenzen des Machbaren überlegt werden. Positive Väterlichkeit Die Männerabteilung des Bundesministeriums hat beim Institut für psychosoziale Gesundheit eine Studie zu väterlichen Lebenswelten in Auftrag gegeben. Die Autoren kommen darin zum Schluss, dass es um die väterliche Qualität und um die Lebenswelten Vater-Kind in Österreich insgesamt gut bestellt ist. Sobald ein Mann Vater ist und die Beziehung zur Mutter des gemeinsamen Kindes intakt bleibt, kann sich positive Väterlichkeit gut entwickeln. Aber auch bei Scheidung oder Trennung der Eltern ist es möglich - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden - dass die positive Väterlichkeit erhalten bleibt und sich weiter entwickeln kann.
Der Studie gelingt es auch, positive Väterlichkeit näher zu beschreiben als die Fähigkeit, Verantwortung für das Kind zu übernehmen und ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein. Die wichtigsten Aktivitäten mit den Kindern sind das gemeinsame Gespräch, gemeinsames Spiel und sportliche Aktivitäten, gemeinsame Rituale (wie z.B. zu Bett bringen), Wissensvermittlung und körperliche Begegnungen (Toben, Tollen, Kuscheln). Für die Kinder sind die guten Väter auch ein Tor zur Welt. Bei kleinen Kindern ist es eine Art "Weltöffnungsfunktion". Im Jugendalter sind es vor allem die Ermutigung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, die eine Voraussetzung sind für die Verselbständigung und Ablösung von der Familie. Zum guten Vater gehört der Verzicht auf Gewalt und das unkontrollierte Ausleben der Affekte. Wesentlich ist auch, dass Väter die Kinder nicht zur Einlösung eigener unerfüllter Ansprüche heranziehen. Die Studie "Lebenswelten Vater-Kind - positive Väterlichkeit und männliche Identität" kann beim Broschürenservice des Sozialministeriums bestellt oder heruntergeladen werden. Da sie sehr ansprechend gestaltet ist, lohnt sich eine Bestellung: Veranstaltungshinweise Jänner 2006
Männer reden anders - Frauen auch
Mannsein bewusst leben Februar 2006
Wunden in Gold verwandeln.
MännerRäume - MännerTräume
Kraft für den Alltag schöpfen
Detailinformationen und weitere Veranstaltungen finden Sie unter Ganz zum Schluss ...
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